Eine/r von uns beiden ist nicht katholisch, ist das ein Problem?

 
Nein, auch wenn Sie nicht beide katholisch sind, ist eine kirchliche Trauung möglich. Hier finden Sie eine Übersicht über die möglichen Formen, wie Sie als religions- oder konfessionsverschiedenes Paar heiraten können.
 

In Baden können Ehepaare, die verschiedenen Konfessionen angehören, gemeinsam kirchlich getraut werden. Der Gottesdienst wird von Geistlichen der beiden beteiligten Kirchen gemeinsam und gleichberechtigt vorbereitet, gestaltet und durchgeführt und in beide Trauregister eingetragen. Das ist das bundesweit Besondere an dieser Form der kirchlichen Trauung. Sonst gibt es allein katholische Trauungen mit evangelischer Beteiligung oder umgekehrt.
Diese gemeinsame Trauung wird  in der Erzdiözese Freiburg, in der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelischen Brüderunität in Baden, der Evangelisch Methodistischen Kirche in Baden und der Altkatholischen Kirche in Deutschland anerkannt.

 

Eine Trauung zwischen einer katholischen Person, und einer Person, die einer anderen christlichen Konfession angehört, findet in der Regel in einem Wortgottesdienst statt. Sofern eine Eucharistiefeier gewünscht wird, ist dies auch möglich. Wünscht ein konfessionsverschiedenes Paar die Beteiligung Geistlicher beider Konfessionen, erfolgt die Trauung entsprechend der liturgischen Ordnung, die zwischen den verschiedenen Kirchen vereinbart wurden.
 

Bei der Trauung einer katholischen Person mit einer Person, die einer anderen Religion angehört, kann die Trauung in einem Wortgottesdienst stattfinden. Die andere Religion wird respektiert. Die Person anderen Glaubens soll keine Texte Sprechen, die ihrem Gewissen und ihrer Religion oder Überzeugung widersprechen. Die Gebete, Lesungen und Gesänge sind so zu wählen, dass die nichtchristliche Person sie verstehen und im Rahmen ihres Glauben mitvollziehen kann.

 

Eine Trauung einer katholischen und einer konfessionslosen Person kann in einem Wortgottesdienst stattfinden. Die Texte, die von der Person gesprochen werden, die nicht an Gott glaubt, werden so gewählt, dass sie den Glauben an Gott nicht voraussetzen. Auch die Gebete, Lesungen und Gesänge werden so ausgesucht, dass sie von allen verstanden werden.